Akzeptiert: Neues Gesetz zur Maklerprovision ein Jahr in Kraft

Das neue Gesetz über die Verteilung der Maklerkosten bei der Vermittlung von Kaufverträgen über Wohnungen und Einfamilienhäuser ist seit rund einem Jahr in Kraft. Seither gilt: Käuferinnen und Käufer von Wohnimmobilien zahlen nicht mehr als die Hälfte der Maklerprovision.

„Ob sich das neue Gesetz in der Praxis bewähren würde, war anfangs umstritten“, bemerkt Michael Fehr, Geschäftsführer von Immobilien Winter in Heidelberg. Jetzt liegen erste Erfahrungsberichte vor. Die Zufriedenheit mit der neuen Honorarordnung ist hoch – auch auf Verkäuferseite. Das zeigt eine aktuelle Umfrage des Makler-Software-Anbieters onOffice unter seinen Kunden.

Das neue Gesetz zur Maklerprovision hat erstmals für ganz Deutschland einheitliche Regeln eingeführt. Zuvor hatten sich bundesweit je nach Region verschiedene Modelle etabliert. In vielen Regionen zahlten Kaufende die volle Provision. Bei der Verteilung der Provision gab es zum Teil erhebliche Unterschiede.

Maklerunternehmen befürchteten, dass sich Verkaufende mit der Neuregelung nicht anfreunden könnten, wenn sie für eine ehemals kostenfreie Leistung bezahlen sollen. Doch die Befragung offenbarte Überraschendes: Auch Verkaufende reagierten positiv, jedoch waren nicht alle glücklich über die Höhe der Provision. Käufer und Käuferinnen bekundeten die meiste Zustimmung. Sie zeigten sich zufriedener – insbesondere auch mit der Höhe der Provision. Nur 6,5 Prozent äußerten negative Einschätzungen.

25 Prozent aller Maklerunternehmen machten gute Erfahrungen mit der Verkäuferseite, Knapp zehn Prozent bekamen ein negatives Feedback. In Regionen, in den es schon vor der Änderung des Gesetzes üblich war, von der Verkäuferseite eine Provision zu verlangen, gelang die Umstellung leichter.

Das neue Modell findet Zustimmung, weil es mehr Transparenz und Gerechtigkeit bietet. Dass die Verkäuferseite jetzt für die Dienstleistung zahlt, die sie in den meisten Fällen selbst beauftragt hat, ist für die meisten nachvollziehbar.