Achtung: Neue Vorgaben für Bauanträge ab 2016

„Bauen und Umbauen ist in den vergangenen Jahren immer komplizierter geworden. Jetzt verschärft der Gesetzgeber nochmals die Regeln“, darauf weist -Michael Fehr, Geschäftsführer von Immobilien Winter in Heidelberg, hin: Die Energieeinsparverordnung sieht ab Beginn des kommenden Jahres höhere Energiestandards für Neubauten vor. Herkömmliche Öl- und Gaskessel als Heizung sollen in Neubauten ab 2016 nicht mehr verwendet werden. Viele Planungen müssen deshalb auf grüne Wärmetechnik umgestellt werden, damit die Bauanträge ab Jahresbeginn nicht scheitern. Der erlaubte Primärenergiebedarf für die Anlagentechnik soll ab 2016 um 25 Prozent sinken, und der Wärmeschutz der Bauhülle soll um 20 Prozent steigen. Das erfordert eine effizientere Technik beim Heizen, für die Warmwasserbereitung, beim Lüften und Kühlen sowie besser gedämmte Fenster, Außenwände, Dächer und untere Decken in Neubauten. Der Energieberater der deutschen Bundesregierung, Prof. Martin Faulstich, argumentiert, dass sich das für die Mitte des Jahrhunderts angepeilte Ziel, fast klimaneutral zu leben und zu wirtschaften, nur erreichen lasse, wenn die Wärmeversorgung von CO2 befreit wird. Die überwiegende Mehrheit der Bundesbürger stimmt dem zu. 80 Prozent wollen dem Klimawandel über CO2-Einsparungen entgegenwirken, lautet das Ergebnis des Stiebel Eltron Energie-Trendmonitors 2015, für den 2.000 Bundesbürger befragt wurden.