Immobilienmarkt: Große Nachfrage sorgt weiterhin für Stabilität

„Die klassischen Marktkriterien gelten natürlich auch für den Immobilienmarkt. Dabei reguliert der Preis das Gleichgewicht variabel zwischen Angebot und Nachfrage“, erklärt Michael Fehr, Geschäftsführer von Immobilien Winter in Heidelberg. Nach diesen Gesetzen ist der deutsche Immobilienmarkt seit Jahren stabil, obwohl die Preise in den Universitätsstädten und Ballungszentren weiterhin stark anziehen.

Das Institut der deutschen Wirtschaft Köln (IW) weist allerdings auf Risiken in einigen Regionen hin. Immobilienkäufer sollten sich deshalb über die lokalen Besonderheiten informieren. Die meisten ländlichen Gebiete sind überversorgt, geht aus der aktuellen IW-Studie hervor, Haus- und Grundstückspreise können dort fallen. In den Städten fehlen hingegen Wohnungen und es mangelt an Bauplätzen. Mikro-Apartments der gehobenen Preisklasse sind nach Ansicht des Instituts aber kein geeignetes Gegenmittel, denn davon würden in einigen Großstädten inzwischen zu viele gebaut.

Die Preise für Wohnimmobilien haben sich in den vergangenen Monaten uneinheitlich entwickelt, für Bestandsimmobilien waren sie kurzfristig sogar leicht unter Druck geraten, legten aber jetzt wieder etwas zu. Dagegen gaben die Preise für Eigentumswohnungen etwas nach. „Kurzzeitige Preisschwankungen sind im Immobilienmarkt jedoch normal“, erläutert Michael Fehr. „Aussagekräftiger ist der Vergleich mit den Vorjahrespreisen, denn daraus lässt sich ein Trend ableiten.“ Im bundesweiten Durchschnitt legten die Preise für Eigentumswohnungen innerhalb eines Jahres um 6,78 Prozent zu, für neue Ein- und Zweifamilienhäuser um 9,36 Prozent. Die Preise für bestehende Ein- und Zweifamilienhäuser sind seit Juli 2016 hingegen nur um durchschnittlich 0,66 Prozent gestiegen. Für den Raum Heidelberg gelten regionale Besonderheiten, die durch die Verschiebung der Nachfrage auf die neu entstehenden Wohnviertel zu haben.