Im Trend und erlaubt: Temporär und möbliert vermieten

„Mobilität ist kein modernes Schlagwort mehr, sondern in vielen Bereichen längst Wirklichkeit. Möblierte Apartments sind gefragt und sowohl für Vermieter als auch für Mieter attraktiv“, erklärt Michael Fehr, Geschäftsführer von Immobilien Winter in Heidelberg. Die Genehmigungsbehörde kann bei einer Nutzungsdauer von drei bis acht Monaten dem Vermieter auch nicht unterstellen, er biete Ferienwohnungen an und führe einen Beherbergungsbetrieb. Das Berliner Bezirksamt Mitte wollte mit genau diesem Argument die Vermietung untersagen, wurde aber vom Berliner Verfassungsgericht in seine Schranken verwiesen (VG 19 L 294.11). Privatpersonen, die aus beruflichen Gründen für einige Monate umziehen, oder Studenten, die für ein Auslandssemester den Wohnort verlassen, bieten oftmals ihre Wohnungen für temporäres Wohnen an. Das ist erlaubt und schnell zu realisieren. Einige Vorkehrungen helfen beiden Vertragspartnern dabei, Risiken zu minimieren:

• Egal, ob für einen Monat oder für ein Jahr, auch beim Wohnen auf Zeit sollte ein schriftlicher Mietvertrag abgeschlossen werden.

• Der Mieter sollte sich ausweisen können.

• Mieter einer möblierten Wohnung haben grundsätzlich die gleichen Rechte und den gleichen Kündigungsschutz wie Mieter einer unmöblierten Wohnung.

• Einzelne Räume innerhalb der Vermietungswohnung kann der Vermieter ohne Begründung mit einer Frist von drei Monaten kündigen.

• Ein Übergabeprotokoll mit Inventarliste und Hinweis auf die Anzahl der übergebenen Schlüssel vermeidet Ärger am Ende der Mietzeit.

• Die Zählerstände für Wasser, Gas und Strom sollten zum Beginn der Mietzeit abgelesen und notiert werden.

• Kautionszahlungen sind üblich und meistens zusammen mit der ersten Miete im Voraus zu zahlen.

• Ist der Vermieter ein Unternehmer und der Mieter ein Verbraucher, steht letzterem ein 14-tägiges Widerrufsrecht zu.